Ausser Kontrolle
Regie: Christian Käser
Bühnenbild: Kay Prüfert
Requisiten: Yvonne Bösch, Julia Schirbach
Kostüme: Christine Heim, Christian Käser
Maske: Christine Heim
Licht, Ton: Sven Rümmele, Daniel Rutishauser
Produktionsleitung: Christine Heim, Thomas Camenzind
Wilhelm Stucki: Jean-Rudolf Stoll
Hotel-Managerin: Sandra Heim
Kellnerin: Julia Schirbach
Gabi Ehrensberger: Cristina Stocker
Der Körper: Markus Schärz
Kurt Vogel: Thomas Camenzind
Franz Ehrensberger: Thomas Matter
Marie-Louise Stucki: Claudia Heim
Karin Moser: Yvonne Bösch
Die Handlung, schematisch, einfach, klar.
Zum Inhalt:
Passiert Ihnen das auch dauernd?
Sie kommen in ein Hotelzimmer, planen einen ruhigen Abend an der Mini-Bar, und was finden Sie? Einen nackten Hund auf dem Balkon. Oder einen toten Privatdetektiv im Schrank. Oder umgekehrt.
Wenn Sie vor solchen Erfahrungen bislang verschont geblieben sind, dann schauen Sie doch mal, wie es anderen Menschen geht.
Zum Beispiel Herrn Stucki.
Er ist Regierungsrat im Kanton Zürich und gleichzeitig auf dem Sprung.
Zur Seite natürlich. Sein Sekretär ist auch auf dem Sprung, allerdings mehr an die Decke. Denn da sind noch Herr Stuckis Frau und der Ehemann von Jemandem, der sein Kleid vermisst, und die Schwester Moser. Am Ende sind es die nackten Tatsachen, denen man ins Auge schauen muss, allerdings besser von hinten.
Wenn Sie zu den Menschen gehören, die ihr Leben an Mini-Bars verbringen: meiden Sie dieses Stück! Jede Ähnlichkeit mit lebenden Personen ist gewollt und grausam – und gerade lebende Personen haben es in Hotelsuiten dieser Art schwer.
Tote Personen hingegen sind schwer. Das muss nicht nur Herr Stucki erfahren.
Dass dies alles einen Sinn ergibt, dafür ist nebem dem Autor Ray Cooney – einer Perle des englischsprachigen Humortheaters – auch Christian Kaeser als Regisseur besorgt.
Die Hauptrolle nimmt ein Fenster ein. Und ein Schrank. Man kann hier zwar von stummen, aber nicht von ruhigen Rollen sprechen.
Zum Autor:
Ray Cooney, geboren am 30. Mai 1932 in London, ist einer der erfolgreichsten Komödienautoren unserer Zeit. Cooney, der in London zwischenzeitlich selbst ein Theater leitete, schreibt seine Farcen und Lustspiele aus seiner Erfahrung als Schauspieler und als Regisseur heraus: Mit akribischer, ja mathematischer Genauigkeit kann Cooney absurd erscheinende, aber mit zwingender Logik ablaufende bürgerliche Katastrophen konstruieren, die im atemberaubenden Tempo über die Bühne jagen und die Bühnenfiguren von einer Katastrophe in die nächste, von einer Notlüge in die nächste treiben.


